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Ein Leckerbissen zum Schluss!

Im bis auf den letzten Platz ausgebuchten Foyer des Turmhofs begrüsste der Geschäftsführer der Stiftung Turmhof die anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer mit „Freude herrscht“! Nicht nur weil das Publikum so zahlreich am Sonntag Morgen aufmarschierte, sondern auch weil man sich an der Turmhof-Matinée fast wie in einem Privat-Konzert fühlte.

Der Appenzeller Nicolas Senn begeisterte mit seinem virtuosen Hackbrettspiel die Zuschauer von der ersten Minute weg. Mit seinem ersten Stück „Feuer und Flamme“,
mit dem er 2010 den Grand Prix der Volksmusik gewann, sprang der Funke sofort auf das Publikum über. Mit witzigen Kommentaren, lustigen Geschichten und Anekdoten zu den verschiedenen Hackbrett-Stücken führte der bodenständige Musiker durch sein Programm. Sein breitgefächertes Repertoire von traditioneller Appenzeller Musik mit dem Zäuerle, dem ungarischen Czardas über Filmklassiker wie Doktor Schiwago oder James Bond bis hin zu Hack’n Roll, zeigt wie vielfältig das Hackbrett gespielt werden kann.  Begeisterter Applaus erfüllte das Foyer nach jedem Stück und die Übersetzungen von Appenzeller-Mundartausdrücken ins Schweizerdeutsche löste immer wieder Lacher im Publikum aus. So auch der Titel des Stücks „Wedegehnte“, was soviel wie Muskelkater bedeutet. Dieses Stück entstand auf Grund einer Wette, bei der Nicolas Senn eine Kuh reiten musste und sich mit den Oberschenkeln so fest auf dem Rücken der Kuh festklemmte um nicht runterzufallen, dass er die folgenden Tage schmerzhaften Muskelkater verspürte. Ebenfalls erwähnenswert ist das Stück „Die muetig Gääser-Chatz“. Dieses Stück schrieb Nicolas Senn, nachdem er  an einem heiter hellen Tag zufällig den Angriff eines Fuchses auf die Katze des Nachbarn miterlebte. Da die Katze das Duell gewann, widmete Nicolas Senn der tapferen Katze sogleich eine Eigenkomposition. Zum Schluss dankte es das Publikum mit stehender Ovation und nicht mehr enden wollendem Applaus Mit der letzten Zugabe „Erinnerungen an Zirkus Renz“ schloss Nicolas Senn sein Konzert ab und bewies einmal mehr, welch grossartiger Hackbrettvirtuose er ist. Es wurde einem geradezu schwindelig, wenn man beobachtete, mit welcher Geschwindigkeit die Klöppel auf die Saiten niederfuhren.

Felix Lieberherr, der Geschäftsführer der Stiftung Turmhof bedankte sich bei Nicolas Senn für das grossartige Konzert und machte noch einen Ausblick auf die kommende Saison.  Mit einem letzten Leckerbissen der Turmhof-Matinée überraschte er das Publikum: Er bat den international renommierten Jazz-Musiker und Bandleader Dani Felber, welcher im Kulturprogramm 2017 zu hören sein wird, auf die Bühne, um mit Nicolas Senn zusammen den endgültigen Abschluss einer äussertst gelungenen Turmhof-Matinée zu bestreiten. Die Begeisterung des Publikums spürte man noch lange beim anschliessenden Apéro und feinem Appenzeller Käse.