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Stradivari-Geiger Michael Rappoport erhielt im Steckborner Turmhof-Foyer stehende Ovationen!

Der weltbekannte russische Geiger Michael Rappoport spielte am letzten Samstag auf seiner Stradivari im Steckborner Turmhof-Foyer Stücke von Beethoven, Dvo?ák und Schubert.

Der Gründer und künstlerische Leiter des Stradivari Ensembles wurde von seinem Studienfreund Konstantin Bogino am Flügel begleitet. Die Zuhörer dankten den beiden Künstlern mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen für das aussergewöhnliche Konzert im kleinen Kreis.

In Steckborn am Untersee wohnt ein Meister seines Faches. Michael Rappoport, weltberühmter Geiger sowie Gründer und künstlerischer Leiter des Stradivari Ensembles, lebt und arbeitet hier. Erstmals führte er sein Können einem heimischen Publikum vor. Ein Künstler, der die grossen Konzertsäle der Welt füllt, gab sich im kleinen Kreis die Ehre. Sein langjähriger Moskauer Freund und Studienkollege, Konstantin Bogino, begleitete ihn am letzten Samstag am Flügel. Ort des Geschehens war das Turmhof-Foyer, das von Felix Lieberherr, dem Verantwortlichen des Kulturprogrammes der Stiftung Turmhof, mit Hunderten von Kerzenlichtern liebevoll geschmückt worden war.

Weltbekannte Künstler am Untersee
Im Foyer erlaubten die renommierten Musiker einen Einblick in ihr breit gefächertes musikalisches Repertoire. Als Auftakt spielten sie die Romanze Opus 50 in F-Dur von Ludwig van Beethoven. Alsdann folgte die Sonatine op. 100 von Antonin Dvo?ák in G-Dur. Nach der Pause wurde die musikalische Sternstunde mit dem Grand Duo, op. 162, in A-Dur von Franz Schubert fortgesetzt. Als Zugabe spielten Rappoport und Bogino das beliebte und weltbekannte Stück „Liebesleid“ von Fritz Kreisler.

Stehende Ovationen
Grossartige, klassische Musik vom Feinsten, interpretiert von Michail Rappoport auf seiner bald 300-jährigen Stradivari und Konstantin Bogino auf dem Flügel, wurde an diesem Abend im Turmhof geboten. Das Publikum dankte es den beiden Künstlern mit lang anhaltendem Applaus und mit stehenden Ovationen. Die sichtbare Virtuosität der Künstler und die unmittelbare Nähe zum Geschehen vermittelte den Zuhörern das Gefühl eines unvergesslichen „Privatkonzerts“.

Steckborn: Oase der Ruhe und der Inspiration
Einen speziellen Abschluss fand dieses einzigartige Konzert mit einem Kurz-Interview, das Stiftungsrat Sven Bradke mit Michail Rappoport und Konstantin Bogino führte. Neben der Geschichte, wie Rappoport den Weg von Russland über Deutschland in die Schweiz fand, erzählte dieser auch, wie er nach Steckborn gekommen war und hier eine Oase der Ruhe gefunden habe. In Steckborn könne er sich von seinem hektischen Künstlerleben erholen, Inspiration finden und hart arbeiten.

Eine Stradivari ist ein vollendetes Kunstwerk
Die Anwesenden erfuhren auch, dass er eine „Stradivari“ aus zehn Metern Entfernung allein schon an der „Schnecke“ erkennen könne. Denn eine Stradivari, so sagte er, sei kein Instrument, sondern ein vollendetes Kunstwerk. Auf die Frage, weshalb er aus der Vielzahl der Komponisten gerade die heutigen drei ausgewählt habe antwortete er: „Es ist die beste Musik der Welt und diese Musik ist unser Leben.“