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Umbau Turmhof

Seit Mitte März wird im Turmhof-Areal gegraben, und die Stränge der neuen Werkleitungen ziehen sich den Gebäuden entlang. Die Bauarbeiten haben begonnen und werden ein gutes Jahr dauern. Im Frühsommer 2018 wird auch das Museum wieder geöffnet sein.

Die Baumaschinen sind aufgefahren, nachdem die Umbau-Finanzierung im Umfang von 5.4 Millionen Franken gesichert werden konnte. Am 6. März beschloss der Stadtrat von Steckborn einstimmig, ein Darlehen von 1,35 Millionen Franken aufzunehmen und es im Sinne einer Bürgschaft an die Stiftung Turmhof weiter zu reichen. Dank dieser Sicherheit konnte bei der Thurgauer Kantonalbank eine Hypothek von 2,5 Millionen Franken abgeschlossen werden. Die Restfinanzierung ist mit Eigenmitteln, Spenden und gesetzlichen Beiträgen der Öffentlichen Hand gewährleistet.

Zwischen dem 13. März und dem 13. April werden auf dem Areal die neuen Werkleitungen erstellt, das heisst, es werden die Leitungen für die Kanalisation, die Wasserversorgung, die Elektrizität und das Erdgas neu verlegt. Am 18. April werden die Baugerüste hochgezogen, was etwa zehn Tage in Anspruch nimmt. Am 2. Mai beginnen dann die eigentlichen Bauarbeiten.

Am Turmhof selbst wird es äusserlich die geringsten Eingriffe geben; hier genügt eine Renovation der Fassade, die sich mehr oder weniger auf die Behebung von Schäden beschränkt. Im Innern sind vor allem im Dachgestühl statische Anpassungen vorzunehmen. Die Wohnung im dritten Stock wird zeitgemäss ausgebaut, damit sie vermietet werden kann. Generell müssen im Turmhofgebäude die sanitären Anlagen und die elektrischen Installationen erneuert werden, und in den Ausstellungsräumen des Museums werden die Sicherheitsstandards den heutigen Bedürfnissen eines Museumsbetriebs angepasst. Die Arbeiten am Turmhof werden voraussichtlich bis Ende November dieses Jahres abgeschlossen sein. Verantwortlicher Architekt für den Turmhof und die Annexbauten ist Adrian Puchinger aus Münchwilen.

Wesentlich umfangreicher gestalten sich die Umbauten an den übrigen Gebäuden des Areals, am Kaufhaus, an der Alten Schmitte und am Pumpenhaus. An den ersteren beiden haben die archäologischen und denkmalpflegerischen Abklärungen Befunde zutage gefördert, die den Architekten und Handwerkern besonders anspruchsvolle Aufgaben stellen, namentlich in Bezug auf das Spannungsverhältnis zwischen Substanzerhaltung, Ausbaustandard, Fassadengestaltung, Brandschutz und Gebäudeisolation. Verantwortlich für Kaufhaus und Pumpenhaus ist das Atelier Teamwerk von Hans Bissegger in Frauenfeld. Die Alte Schmitte nimmt sich der Steckborner Architekt Roland Wenger vor. Die so genannte Remise wird zumindest vorläufig mehr oder weniger in ihrer heutigen Gestalt belassen.

Die verantwortlichen Architekten mussten im Laufe der jahrelangen Planungsphase manche Modifikation an dem umfangreichen Projekt vornehmen. Nun, da keine Einsprachen mehr drohen, sind sie froh, an die Umsetzung gehen zu können. Mit einem Abschluss aller Arbeiten wird bis im Frühjahr 2018 gerechnet.